März 15, 2021

Der perfekte Grundriss eines Einfamilienhauses und dessen Vorteile

Aleks Gavric

Gibt es den perfekten Grundriss?

Salvador Dali sagte einst: “Hab keine Angst vor Perfektion – du wirst sie nie erreichen” und damit hatte der spanische Surrealist auch nicht komplett unrecht. Denn streben nach der vollkommenen Perfektion macht uns über kurz oder lang fertig. Letztendlich lässt sich alles immer noch optimieren. Dazu möchten wir festhalten, dies ist natürlich immer subjektiv zu betrachten und darüber lässt sich maximal bestenfalls philosophieren. Diesen Artikel widmen wir jedoch nicht der Philosophie, sondern dem Hausbau oder besser gesagt dem perfekten Grundriss. Und wie wir wissen, zählen hier ganz andere Parameter. Die Menschheit ist sich einig, dass für den Grundriss Mathematik herangezogen wird.

Dennoch müssen wir uns die Frage stellen, gibt es den perfekten Grundriss überhaupt? Ja, er existiert, zumindest auf die Grundfläche der gesamten Wohneinheit bezogen. Die sollte am besten rechteckig bis quadratisch sein. Denn ein guter Grundriss verschwendet keine Fläche, sondern nutzt sie optimal. Letztendlich haben wir ja auch nichts an teurer Grundstücksfläche zu verschenken.


Welche Faktoren sollte man bei der Planung berücksichtigen?

Essenziell für die Erstellung des Grundrisses ist zunächst einmal der Bebauungsplan (wenn gegeben), in dem der Handlungsspielraum klar definiert ist. Kommt es zur Ausrichtung des Hauses, spielen  Himmelsrichtung und besonders die Sonnenausrichtung eine gewichtige Rolle. Norden, Osten, Süden und Westen – die Ausrichtung eines Hauses ist ein Faktor, der oftmals bei der Grundrissplanung und somit für eine optimale Bewohnbarkeit bzw. Nutzung des Gebäudes unterschätzt wird. Sonnenlicht morgens oder abends? Diese Frage ist entscheidend. Denn möchte man als Frühaufsteher beim Frühstück von der Sonne gekitzelt werden, sollte der Essbereich Richtung Osten bzw. Südosten ausgerichtet werden. Speist man lieber mit Abendsonne, dann kommt man nicht darum herum das Esszimmer Richtung Südwesten zu positionieren. Generell empfiehlt sich eine Ausrichtung gen Süden, da sich so die Sonnenenergie in bitterkalten Wintermonaten viel besser verwerten lässt. Bei großen Öffnungen Richtung Süden, sollte eine statische Beschattung, um ein übermäßiges Aufheizen der Räumlichkeiten im Sommer zu vermeiden, nicht fehlen.


Morgenmensch oder Nachteule?

Wer morgens schwer aus dem Bett kommt, jedoch früh aufstehen muss, der sollte den Schlafbereich nach Osten ausrichten. Und wenn am Wochenende doch mal ausgeschlafen werden kann, spielen in diesem Fall Beschattungssysteme nicht nur bei der Kühlung eine erhebliche Rolle. Auch bei der Planung der Küche sollte man einige Punkte berücksichtigen. Wie wird die Küche genutzt? Lediglich zum Kochen oder auch zum Essen oder zum gemeinsamen Kochen mit Familienmitgliedern oder Freunden? Bei Letztgenanntem sollte genügend Platz vorhanden sein, möglicherweise auch für eine Kochinsel. Bad und Eingangsbereich werden oft als Stiefkind betrachtet, dabei bedürfen gerade diese zwei Bereiche besonderer Aufmerksamkeit. Ein Badezimmer muss den morgendlichen Andrang überstehen können, ohne ärgerliche Wartezeiten zu verursachen. Dazu empfehlen sich zwei Waschbecken und ein Gäste-WC. Spätestens ab vier Bewohnern braucht es zwei Bäder mit WC. 

Ein zweiter Knotenpunkt im täglichen Hausverkehr ist der Eingangsbereich. Seine Bedeutung wird oft unterschätzt und als Wohnraumverschwendung angesehen. Dabei braucht die Garderobe Platz, vor allem dann, wenn man gerne Freunde um sich hat oder Winter und Sommerkleidung wechselt. Das Herzstück des Hauses bildet oftmals das Wohnzimmer. Hat man nur eine beschränkte Quadratmeteranzahl zur Verfügung, ist die Planung umso wichtiger. Süd und Ostseitig empfiehlt es sich auf große Fensterflächen zu setzen. West- und nordseitig dürfen diese gerne auch kleiner sein. Aber auch ein offener Grundriss erfreut sich bei Baufrauen und Bauherren immer größerer Beliebtheit, insbesondere dann, wenn Küche, Ess- und Wohnzimmer miteinander verschmelzen.

Mit Archibrix zum perfekten Grundriss

Ein leichtes Spiel wären standardisierte Grundrisse. Dann verpasst man jedoch die ideale Gelegenheit seine Umgebung nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Diese Chance sollte man nutzen und sich die Zeit dafür nehmen. Das kostet nicht viel, bringt aber das Wichtigste mit sich: Lebensqualität. Nichtsdestotrotz ist es wichtig einen Experten zurate zu ziehen und gemeinsam daran zu arbeiten. Architekten beschäftigen sich schließlich tagtäglich mit dem perfekten Grundriss und auf unserer Onlineplattform Archibrix tummeln sich sehr viele von Ihnen.